Geschichte

 
Die Geschichte des RPRCs
 
Tja, nun ist unser Verein schon 130 Jahre alt. Aber was ist ist in diesen 130 Jahren alles passiert?...
 
Am Tage des 28.05.1880 wandelte Prof. Dr. Schulthes durch die Gänge der Herderschule und grübelte, was er für die körperliche Betätigung das Oberstufenschüler tun könnte. Ein Ruderclub wäre eine nahezu perfekte Lösung! Die naturellen Gegebenheiten wären günstig, denn die Eider fließt direkt an Rendsburg vorbei. Die Jungen hätten die Gelegenheit sich körperlich zu betätigen, sich einfach nur zu treffen und Spaß zu haben, aber natürlich auch Verantwortung zu übernehmen. Außerdem hatte er die Hoffnung seine Schüler so von den „liederlichen Wirtshäusern" fernzuhalten.



 
Zunächst mussten wir unsere drei Boote noch an einer Boje im Obereiderhafen vertäuen. Doch im Jahre 1891 wurde dann endlich unser erstes „Bootshaus" gebaut, das eigentlich eher ein Bootsschuppen war. Jedoch sank der Wasserspiegel durch den Kanalbau so sehr, dass man diesen nach einigen Jahren schon nicht mehr nutzen konnte. Der Wunsch nach einem richtigen Bootshaus auf festem Grund und Boden wuchs immer mehr, so dass der damalige Protektor Prof. Dunker, der Arzt Dr. Boldt und der Baumeister Wermser einen Arbeitsausschuss gründeten, der sich intensiv mit dem Bau eines neuen Bootshauses beschäftigte. Sie pachteten unser heutiges Gelände von der Strafanstalt Rendsburg und ließen unser Bootshaus von Sträflingen erbauen. Am 5. Juni 1915 konnte es dann endlich eingeweiht werden.



Mit der Machtübernahme Adolf Hitlers 1933 begann ein sehr dunkles Kapitel in der Geschichte des RPRCs. Die Hitlerjugend duldete nämlich keine andere Jugendorganisation neben sich. Und so kam es ,dass der Verein im Jahre 1936 „suspendiert" wurde. Von jetzt an ruderten Schüler aller Schulen zusammen im Rendsburger Ruderverein. Doch da unser Bootshaus Privateigentum der ehemaligen RPRCer war, konnte es nicht von den Nazis beschlagnahmt werden und der RPRC blieb erhalten. Zwar hat die Stadt Rendsburg den Krieg weitgehend unversehrt überstanden, jedoch war sie überfüllt von Flüchtlingen aus dem Osten. So auch unser Bootshaus .Am 5. Juli 1947 konnte der Verein dann endlich neu gegründet werden.Es ist zum größten Teil dem Protektor Rüschmann und dem AltHerrn Konsul Jensen , dass der Verein so schnell neu gegründet werden konnte. Sie haben sowohl mit Geldern ,als auch mit unersättlichem Engagement dafür gekämpft dass unser Verein bestehen bleibt und somit die RPRCer ihrem dringlichsten Wunsch erfüllt.




Doch schon 1947 konnte der RPRC wieder siegreiche Rennen fahren. Die Rennruderei nahm jetzt einen starken Aufschwung. 1952 konnte die erste Rennmanschaft nach 7 Siegen die Saison beenden.Zwei Jahre später gelang uns dann der bisher größte Erfolg unsere
 
Clubgeschichte: der Gewinn der Deutschen Schülermeistererschaft in Gig-Vierer 1954 in Duisburg. Die Mannschaft bestehend aus A. Schilling, A. Nottrodt, M. Stolz, K. Kirsch und der Steuermann K. Hinrichsen, der diese Truppe trainiert, motiviert und geleitet hat, hatten schon vorher alle ihre Rennen in Norddeutschland gewonnen. Dies ist aber nicht der einzige Sieg unseres Vereines. Der gleiche Erfolg gelang uns noch einmal im Jahre 1965. Diese 5 Ruderer wurden trainiert vom ehemaligen Olympiagewinner Walter Schnöder, der seine Referendarzeit an der Herderschule absolvierte und die Geschichte der Rennruderei unseres Vereines nachhaltig beeinflusste.

Zwar können wir seit langem keine großen Erfolge mehr verzeichnen, aber wir halten immer noch einen der wichtigsten Gründungsaspekte in Ehren: Wir haben Spaß am Rudern. Wir treffen uns auch heute noch zweimal in der Woche um gemeinsam zu trainieren, neue Menschen kennen zu lernen und um die anfallenden Arbeiten an und in unserem Bootshaus zusammen zu bewältigen. Da wir mittlerweile nach einer zeitweiligen Durststrecke wieder Zuwachs bekommen haben, ist es nun außerdem unsere Aufgabe den Jüngeren unter uns die Freude am Rudern zu vermitteln, damit der RPRC noch viele Jahre bestehen bleiben kann. Und im Jahre 2011 kann es mit der teilnahme an größeren Regatten möglicherweise sein, dass wir wieder größere Erfolge verzeichnen können!